VfL-Damen mit gelungener Hinrunde

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Zum Ende der Hinrunde in der Frauen-Handball-Bundesliga unser Fazit des bisherigen Saisonverlaufs und eine Prognose für die Restsaison.

Die Handballdamen des VfL Oldenburg gingen nach zwei erfolgreichen Jahren (Europapokalsieg, Pokalsieg) mit einer klaren neuen Zielsetzung in die Saison. Unter den ersten vier Teams wollte man landen, nachdem diese Position in der letzten Saison leichtfertig verspielt wurde. Der vierte Tabellenplatz bedeutet die Qualifikation für die Play-Offs und wäre für den VfL Oldenburg ein nicht minder großer Erfolg als die Titel der letzten beiden Jahre.

Coach Leszek Krowicki, schon seit 2005 beim VfL, schaffte es in den letzten Jahren trotz beständiger Wechsel von wichtigen Spielerinnen immer wieder eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Und die Entwicklung geht nicht nur aufgrund der letzten Titel beständig, wenn auch nicht rasant, weiter aufwärts.

Auch vor dieser Saison galt es den ein oder anderen Abgang zu verschmerzen. Unter anderem hatte Kathrin Scholl genug von harzigen Fingern und beendete ihre Handballkarriere. Mit drei Neuzugängen (Herr, Burde, Stange) startete der VfL in die Spielzeit. Alle erwiesen sich als Treffer.

Doch trübten die schweren Verletzungen von Anna Badenhop und Kim Birke die Erfolgsaussichten zu Saisonbeginn. Dennoch gab der Saisonauftakt in HC Leipzig, trotz einer 32:33 Niederlage, Hinweise auf eine möglicherweise doch gelungene Saison. Und der 41:34-Heimsieg gegen die Trierer Miezen bot den Anhängern ebenso einen verheißungsvollen Ausblick auf das schnelle und clevere Spiel der Oldenburgerinnen. Schon jetzt mindestans ein adäquater Ersatz für Birke auf Linksaußen: Die junge Julia Wenzl.

Der VfL Oldenburg siegte dann dominant 35:32 in Sindelfingen. Zuhause gegen den Angstgegner Frankfurter HC war es dann knapper als sich das 34:28 anhört, der 29:26 Sieg bei Borussia Dortmund fällt ebenfalls in die Kategorie “holprig”. Und die Negativtendenz fand ihren Höhepunkt in der überraschenden 26:27 Niederlage gegen die SVG Celle. Der Schlendrian hatte trotz der Warnungen des Trainers („Solche Begegnungen entscheiden sich sehr oft in den Köpfen der Spielerinnen“) erneut Einzug gehalten und kostete nun zwei Punkte.

Fast noch mehr als die nicht einkalkulierte Niederlage beschäftigte den Trainer nun wohl die Personalsituation. Neben den Langzeitverletzten Birke und Badenhop gesellte sich nun auch die starke Ulrike Stange zum Krankenlager hinzu.

Beim Thüringer HC konnte man dann 30:29 gewinnen und auch im Europapokal der Pokalsieger bei Gil Eanes warf man beim 38:25 wieder mehr Tore als der Gegner. Ebenso locker das Rückspiel gegen die Portugiesinnen, was man mit 36:24 für sich entschied.

Und die Sorgenfalten des Trainers ob der angespannten Personalsituation wurden tiefer. Ulrike Stange leidet, so stellte sich heraus, unter stressbedingten Schlafstörungen und hofft bis zum neuen Jahr wieder zu Kräften zu kommen, fiel also länger aus. Der VfL verlor mit dem Restkader und dazu teilweise angeschlagenen Spielerinnen in Leverkusen folgerichtig glatt 22:33. Versöhnlich dann das 29:29 Unentschieden gegen Buxtehude.

Der VfL hat sich in der Rückrunde über weite Strecken sehr gut präsentiert. Das Ziel “vierter Platz” ist tabellarischer Stand der Dinge. Was Respekt abverlangt ist die Tatsache, dass dies trotz der Verletzungssorgen erreicht wurde. Wenn die Verletzten zurückkommen können die Handballfreunde eine noch stärkere Mannschaft sehen, die das positivste Ligaergebnis der jüngsten Geschichte einfahren sollte. Auch mit der ein oder anderen fehlenden Spielerin ist das Saisonziel absolut erreichbar. Bis auf phasenweise auftretende Lässigkeiten aufgrund zu großer gefühlter Sicherheit bietet die Mannschaft schnellen, kraftvollen Handball. Einem Artikel “VfL-Damen mit gelungener Saison” im Frühling steht also nichts entgegen.

Bild: fotoduda.de

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