VfB siegt trotz widriger Umstände

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logo-vfb-oldenburg-fussballDer VfB Oldenburg hat mit dem 3:1 gegen Germania Leer den sechsten Sieg in Folge eingefahren und positioniert sich damit in der Spitzengruppe der Oberliga Niedersachsen West. Allerdings mussten die Oldenburger lange zittern.

VfB erst druckvoll, dann mutlos

Der VfB begann engagiert und drängte die Leeraner Gäste, die mit einem bemühten Anhang angereist waren, in deren Hälfte zurück. Große Chancen wollten dabei aber nicht herausspringen. Aus dem Nichts dann das 0:1 durch Bernhard Lübbers, der über rechts kommend unvermittelt abzog und Mansur Faqiryar mit einer gekonnten Bogenlampe überwand.

Dem VfB raubte dieser Gegentreffer einiges an Mut und Selbstvertrauen. Im ersten Durchgang tat sich so wenig entscheidendes. Die Oldenburger konnten sich zwar auf dem linken Flügel das ein oder andere Mal durchsetzen, ein Abnehmer in der Mitte fand sich aber nicht oder die Schüsse wurden von der nun vielbeinigen Leeraner Abwehr geblockt.

Aufregender Start in die zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel ging es dann gleich hoch her. Nach 49 Minuten konnte der VfB-Anhang erstmals jubeln. Hervorragend freigespielt konnte Nicola Grimaldi, der für Jonas Wangler eingewechselt worden war, Gästekeeper Marcel Lücking überwinden. Vier Minuten später war es erneut Grimaldi, der eine Aktion für die Spielstatistik darbot. Im Duell mit einem Leeraner Verteidiger fiel er zu Boden, ein übermäßiges Einsteigen des Leeraners war nicht zu erkennen. Schiedsrichter Meyer, der sich schon vorher den Unmut des Oldenburger Anhangs zugezogen hatte, entschied auf Elfmeter. Doch Christian Thölking zeigte sich als Sportsmann und verschoß.

Rote Karten und Blaues Licht

Doch damit nicht genug. Der Torschütze Grimaldi leistete sich nach 58 Minuten eine Tätlichkeit, zumindest lag sein Gegner plötzlich am Boden. Vom Linienrichter bei dieser Situation abseits des Balles ertappt wurde er vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Grimaldi hatte seinem Team damit einen vermeintlichen Bärendienst erwiesen und wurde vom Zinnbauer keines Blickes gewürdigt. Nach 75 Minuten verließ dann der ehemalige Oldenburger Steven Janssen das Spielfeld. Erwähnenswert ist dies darum, dass er es nicht aus eigenen Kräften konnte. Nachdem er mit Thomas Friauf zusammengerasselt war, musste er vom Platz getragen und mit Blaulicht und Sirene ins Krankenhaus gebracht werden – Kieferbruch. Gute Besserung!

Schwacher Schiedsrichter

Die Erinnerung an den zweiten Durchgang ist ansonsten geprägt vom nicht zufällig bereits mehrfach genannten Unparteiischen. Dieser hatte hoffentlich einen schlechten Tag erwischt, anders ist dieser Auftritt nicht zu erklären. Kleinliche Pfiffe, die jeden Spielfluß zunichte machten bestimmten das Geschehen. Die Leeraner nahmen das dankend an und verlegten sich zunehmend auf die “Özkan-Taktik”: Bei der Ballannahme sofort fallen lassen, wenn der Gegner auch nur in Sichtweite ist. Zudem wurde mit zweierlei Maß gemessen, die klare Linie fehlte: Wurde Kowalczyk für ein kaum auszumachendes Halten mit Gelb bestraft, so blieb der gelbe Karton nur wenige Sekunden später in der Hemdtasche des Spielleiters stecken als ein Oldenburger von den Beinen geholt wurde. Den Schiedsrichter als Schieber zu betiteln trifft es nicht ganz, da es auch Szenen gab (wie den ersten Elfmeter), über die sich die Leeraner ihrerseits beschwert haben dürften.

Siegtreffer kurz vor Schluß

Kurz vor Spielende konnte sich Meyer trotz eines erneuten Elfmeterpfiffes für die Blau-Weißen nicht mehr bei den Anhängern einschmeicheln. David van der Leij übernahm Verantwortung und verwandelte zum verdienten 2:1. Eben dieser van der Leij war es wenige Minuten später, der sich an der Grundlinie großartig gegen mehrere Ostfriesen durchsetzte und den eingewechselten Robert Plichta bediente, der sein Comeback-Tor gar nicht mehr verhindern konnte, so genial war die Vorarbeit. Plichta war es dann, der bei einem Konter Kowalczyk bediente, der es aber zu abgezockt machen wollte und sich den Ball von Germania-Keeper Lücking wegschnappen ließ.

Unnötige Schmähung

Die Oldenburger feierten den verdienten Sieg zurecht. Der zur Anführung der HUMBA! auserwählte Nicola Grimaldi wollte diese Aufgabe dann  besonders gut machen. Bei den Ultras des VfB dürfte ihm das Anstimmen von “Scheiß Germania Leer” einige zweifelhafte Punkte gegeben haben. Doch nicht nur aufgrund der Tatsache, dass die Germanen grundsätzlich gut mit dem VfB und seinem Anhang befreundet sind, sind solche Schmährufe und angebracht. Na gut, gegen Meppen wärs OK ;-) Grundsätzlich darf so etwas aber nie niemals von einem Spieler kommen.

VfB bringt Spiel weiter

Dem VfB dürfte dieses Spiel noch mehr Selbstvertrauen geben. Das Spiel wurde in Unterzahl, unter widrigen Umständen und gegen einen robusten Gegner gedreht. Der VfB scheint immer mehr in der Lage, das eigene Spiel durchzubringen. Glänzende Aussichten für die kommenden Aufgaben.

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