VfB Oldenburg sucht Häuptling

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logo-vfb-oldenburg-fussballDie ersten Spiele sind gespielt, es gab gute Ansätzel. Von den Beobachtern wurde als größtes Manko ausgemacht: es fehlt ein Häupling inmitten von Indianern.

Da anscheinend auch Coach Zinnbauer so seine Schwierigkeiten hat, was die Einschätzung seiner Mannschaft angeht, bekamen so ziemlich alle Spieler des Kaders bereits ihre Einsätze. Das offenbart aber auch eine Herausforderung dieser Saison, die schon von verschiedenen Beobachtern so erkannt wurde: Der VfB hat viele gleichwertige Spieler, aber in Leistung und Auftreten bisher noch keine herausragenden Kräfte.  Der vielerorts geforderte “Häuptling” ist nicht da.

Meiner Meinung nach wird es den in diesem Jahr auch nicht in der Form geben, wie es im letzten Jahr ein Andreas Mayer war. Oder Christian Meyer und Alex Eckel. Die heißesten Kandidaten auf den Federschmuck sind vielleicht Thölking und Kowalczyk.

Christian Thölking hat dabei die größten Chancen. Er geht wie immer voran, rüttelt wach und will mitreißen. Ganz klare Grundeigenschaften eines Häuplings. Dazu die lange Vereinszugehörigkeit. In der Abwehr ist er aber oft zu weit weg vom Geschehen, auch wenn er das gegen Bavenstedt erkannt hatte und anpeitschend mit nach vorne ging. Ein Häupling findet sich eben darum oft im Mittelfeld, weil er von hier am meisten Einfluß nehmen kann. Und einen besseren Innenverteidiger haben wir derzeit nicht, Thöle scheint hier unentbehrlich.

Der ursprünglich zum Stammesoberhaupt auserkorene Waldemar Kowalczyk ist in Sachen Erfahrung, Können und Position sicher auch ein Kandidat. Doch fehlt es ihm ein wenig am Dreckshund-Gen. Er wirkt immer recht genügsam. Ein äußerst feiner Fußballer eben. Was es im Grunde schon genügend beschreibt.

Im Blickfeld für den Häuptling sehe ich derzeit eventuell noch die Baals. Gegen Bavenstedt waren sie aber im Grunde als alteingesessene Kräfte schon gefordert. Ich hatte mir da mehr erhofft, gerade von Alex Baal, aber entweder behagt ihnen die Rolle nicht oder sie sind noch nicht so weit. Ich spreche bewusst von ihnen im Doppelpack. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass einer der Zwillinge den anderen abhängen und zum Chef werden mag. Also geht es nur zusammen.

Thomas Friauf macht viele Wege, ist laut und giftig. Er hat durchaus Chancen sich in der Stammeshierarchie nach oben zu pirschen. Noch mehr Tore würden dabei helfen. Von denen hat Marcel Salomo schon einige geschossen, ist sonst aber auf dem Platz ebenso wie ein weiterer Kandidat, Mansur Fakiryar, eher zu ruhig für einen Häupling und zudem lange verletzt.

Bleibt die Chance auf einen Newcomer, der sich momentan noch charmant zurückhält um dann bald die Friedenspfeife zu verbuddeln und den VfB in die sichere Qualifikation zu führen. Ich persönlich denke, dass der VfB tatsächlich weitesgehend ohne klaren Anführer durch die Saison kommen müssen wird.

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