Rickey reisst Baskets raus

2 Kommentare

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Die EWE Baskets Oldenburg haben das Auswärtsspiel bei den Skyliners Frankfurt mit 72:69 gewonnen und stehen somit im Halbfinale. Besonders gegen Rickey Paulding fanden die Frankfurter in einer erneut engen und umkämpften Partie kein Mittel.

Die Baskets konnten sich wie schon in den vergangenen Partien schon nach ein paar Minuten eine kleine Führung erspielen. Diese hielt man mehr oder weniger konstant bis ins letzte Viertel. Die Baskets schienen die Partie im Griff zu haben.

Ivory bringt Emotionen

Kurz vor dem Schlußabschnitt kam dann beim Stande von 50:55 aus Sicht der Frankfurter tatsächlich wie vermutet der verletzt geglaubte Titus Ivory in die Partie. Und vor allem indirekt schien er sein Team und die Zuschauer zu beflügeln. Die Frankfurter glaubten ob dieser “Auferstehung” von Ivory an ein Zeichen und wollten es ihm gleich machen und den Grundstein für ein Spiel fünf legen. Die Skyliners gingen in einer Phase, in der die Gäste müde wirkten, mit 64:57 in Führung. Das Spiel drohte sich zugunsten der Bankenstädter zu entscheiden.

Baskets halten dagegen

Doch die Donnervögel hielten in Person von Rickey Paulding dagegen. Der versenkte einen Dreier nach Zuspiel von Gardner, der kurz zuvor nach Meinung des Frankfurter Coaches Murat Didin ein Offensivfoul begangen hatte. Der Dreier selber war für den Trainer mitentscheidend und läutete auch einen 12:0-Lauf der Baskets zum 64:69 ein. Sicher kam der Dreier zu einem wichtigen Zeitpunkt, aber wenn sich eine Mannschaft davon so beeindruckt zeigen sollte, dass sie gleich 9 weitere Punkte kassiert… für mich also eine etwas übertriebene Einschätzung der Situation.

Kuriose Schlußphase

Das Spiel nun also wieder offen, die Baskets gaben aber wieder die Schlagzahl vor. Zwei kuriose Situationen belebten die letzten Sekunden. Während Spieler beider Teams nach dem Ball jagden ertönte die Sirene, die vom Anschreibetisch fälschlicherweise ausgelöst wurde. Der untröstliche technische Kommissar wusste wohl um die Folgen, die das hätte haben können. 16 Sekunden vor dem Ende gab es nämlich Schiedsrichterball und somit Ballbesitz Frankfurt. Nicht auszudenken, wenn die Baskets aufgrund dieser Einflußnahme am Ende verloren hätten.

Die zweite Situation dann bei der Zwei-Punkte-Führung der Baskets 1,6 Sekunden vor dem Ende. Da trifft Majstorovic den ersten Freiwurf und vergibt den zweiten absichtlich und so, dass Frankfurt gar Einwurf bekommt. Und wenn Rickey Paulding es richtig dargestellt hat ist diese Taktik von Krunic vorgeben worden. Gut, ist kreativ, ich hätte mich aber auf die vier Punkte konzentriert, dabei kann man ja immer noch ungewollt verwerfen… Predrag Krunic aber ist ein Fuchs und wird sich dabei schon etwas gedacht haben. Und Paulding gab grinsend zu Protokoll, dass man dem Trainer eben blind vertraue und seine Taktik  immer umgesetzt würde. Die Frankfurter konnten ihre letzte Chance wie von Krunic mit Sicherheit vorhergesehen nicht nutzen. Die Baskets gewannen das Spiel und die gesamte Serie.

Bild: fotoduda.de

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  1. donnervogel sagt:

    Ralph Held hat während des Bambergspiels gesagt, dass Majstorovic den zweiten Wurf an den Ring setzen sollt, weil so die Uhr nicht angehalten wird und 1,6 sek. praktisch schon vorbei sind, wenn der Rebound gefangen wird. Tja, da hat der gute Milan schlicht und einfach den Ring verfehlt.
    Kommt vor, wenn es um so viel geht.

  2. @donnervogel: Aha, dann macht das auch Sinn. Solange man es nicht so macht wie ein gegnerischer Spieler in meiner Jugendzeit: Auch nur noch eine Sekunde oder so auf der Uhr und er hat Freiwürfe. Er donnert den zweiten Wurf mit voller Power gegen das Brett – Unsportliches Foul, zwei Freiwürfe für uns und Sieg!

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