Klassiker zum Saisonbeginn

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Lange Jahre schieden die EWE Baskets Oldenburg fast schon traditionell in der ersten Runde der Play-Offs gegen die heutigen Brose Baskets Bamberg aus. In den letzten Jahren wendete sich dann das Blatt – die Oldenburger behielten zweimal in Folge die Überhand. Dass dieses Duell nun den Auftakt zu der Saison bildet, in der die Oldenburger als Meister vor ganz neuen Herausforderungen stehen, ist symbolträchtig.

Rollenwechsel

Von einer Wachablösung zu sprechen ist sicherlich überzogen. Doch zumindest haben sich die Vorzeichen gewandelt. Die EWE Baskets Oldenburg sind nun das Team, das jeder schlagen will und gegen das noch ein paar Prozentpunkte mehr herausgeholt werden. Diese Rolle hatten in den letzten Jahren neben ALBA Berlin eben auch die Bamberger inne.

Bamberg, Bauermann und Fleming

Die Bamberger selbst benötigten in der letzten Saison lange um zu sich selbst zu finden. Kein Wunder zwar, da man mit Dirk Bauermann mehr als nur einen Trainer verloren hatte, aber die Dauer überraschte schon. Seinen Job übernahm zur letzten Saison der ehemalige und langjährige Dragons-Coach Chris Fleming. Lange Zeit hatte er Probleme, was aber wohl daran lag, dass sowohl er als auch das Bamberger Umfeld jeweils einen heftigen Umbruch zu verdauen hatten. Als die Erfolge ausblieben haderten die Anhänger lange mit dem neuen Coach.

Starkes Saisonfinale durch Sweep gegen Oldenburg getrübt

Zum Ende der Saison machten Fans und Fleming dann den Frieden miteinander, die Brose Baskets mauserten sich zum Team der Stunde und setzen sich im Kampf um die letzten Play-Off-Plätze durch. Den Baskets aus Oldenburg hielten sie Angstgegner Götttinger vom Hals und eröffneten den Huntestädtern, den man selber beim 0:3 wenig entgegenzusetzen hatte, damit den Weg zur Deutschen Meisterschaft.

In den Duellen gegen Oldenburg glänzte zumeist Predrag Suput. Er war Alleinunterhalter im Angriff, glänzte mit 19 Punkten im Schnitt. Weitere Impulse kamen konstant vielleicht noch von Elton Brown. Der überschätzte hochgelobte John Goldsberry blieb von den Statistiken her zwar blass, man kann seine Verletzung aber als vorläufiges Gnadengesuch gelten lassen. Denn mit seiner Rückkehr gewannen die Bamberger deutlich mehr Spiele als zuvor.

Das neue Team

Oldenburg brachte es als neues Zauberwort in die Liga: K O N T I N U I T Ä T. Und auch Chris Fleming stimmte zu, holte neben zahlreichen Deutschen Trainingspartnern lediglich drei erwähnenswerte neue Spieler. Neben dem 2,15 m großen deutschen Hünen Tibor Pleiß sind dies Brian Roberts und der alte Bekannte Casey Jacobson. Pleiß könnte durchaus eine erwähnenswerte Zahl an Einsatzminuten bekommen. Ihn trotz seiner Größe als Hoffnungsträger für die Reboundschwäche zu erklären ist wünschenswert, aber optimistisch. Neuverpflichtung Roberts gilt als Schütze und Verstärkung, ebenso wie die interessanteste Personalie, Casey Jacobson. Der war bis vor zwei Jahren vor allem als Distanzwerfer in Bamberg aktiv. Bei seinen letzten beiden Stationen konnte er sich weniger erfolgreich in Szene setzen. Die Bamberger Fans nährt die Hoffnung, dass er einer der Spieler ist, die ein bestimmtes Umfeld für Höchstleistungen brauchen. Und sie hoffen, dass er dies in Freak-City wiederfindet sie mit ihm ähnlich erfolgreich abschneiden wie vor zwei Jahren, als man selber Meister wurde. Denn hier schließt sich der Kreis, beim neuen Meister in Oldenburg.

Prognose

Für die Partie in Oldenburg sind die Gastgeber Favorit. Oldenburg natürlich eingespielter, da Bamberg die Anfangsformation verändert hat. Dazu werden Suput und Brown nicht spielen können oder zumindest angeschlagen sein. Für die Saison rechnet man sich in Bamberg übrigens durchaus Meisterchancen aus. Doch wichtig ist erst einmal, dass es überhaupt losgeht. Die Saison 2009/2010 kann beginnen!

Foto: fotoduda.de

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