Kazan zu stark für engagierte Baskets

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Verbessert zeigten sich die Baskets trotz der am Ende klaren 72:89 Niederlage im Eurocup gegen Unics Kazan. Gegen die starken Russen traten zwar wieder die zuletzt offenbarten Unzulänglichkeiten zutage, jedoch keimte auch Hoffnung auf nachhaltige Fortschritte auf.

Zu Spielbeginn wurde gleich klar, dass die Baskets gewillt waren den Auftritt in Hagen vergessen zu machen. Engagiert gingen sie in der Defensive ans Werk. Sie liessen dem sympathischen, starken, tollen, athletischen Herrn Lampe (der musste erwäjhnt werden ;) ) aber zu viel Raum. Offensiv kamen die Baskets nur zu bedrängten Würfen, die nicht von Erfolg gekrönt waren.

Aron Baynes war der Erste der ein Mittel gegen die starken Russen fand. Und er hatte es immerhin mit dem beeindruckenden 2,30-Meter-Mann Slavko Vranes zu tun. Ein Duell in dem sogar ein wuchtiger Typ wie Baynes einen spritzigen Eindruck hinterlässt. Trotzdem lagen die Baskets wie gewohnt hinten (8:20). Mit der Einwechselung von Lukauskis und Stevic kam dann wie zuletzt mehr Entschlossenheit und Dynamik ins Spiel. Die Oldenburger kamen zu freien Würfen und konnten auf 29:34 verkürzen. Zur Halbzeit hatte sich der Vorsprung der Gäste auf 10 Punkte erhöht, weil der Ball nicht mehr so gut durch die Reihen der Donnervögel lief.

Bitter für die Baskets dann die Fouls Nummer drei und vier gegen den starken Aron Baynes. Kasan nutzte diese Chance um ihre Führung auf 16 Punkte auszubauen (26.Minute). Die erste Fünf der Gäste erwies sich erneut als zu stark für Oldenburg. Mit den ersten Wechseln  kamen die Baskets wieder heran. Vor allem Rickey Paulding entdeckte sein Talent für gepflegte Dreier ins Gesicht des Gegners wieder und brachte die Donnervögel mit dem 51:60 wieder heran.

Doch die Phasen mit schnellen Laufwegen, effektivem Passspiel und guter Wurfauswahl waren noch nicht lang genug und so zog Unics Kazan langsam wieder deutlicher davon. Zudem trafen die Gäste einfach fantastisch gut. Nicht nur Popovic und McCarty warfen den Ball zum Zunge schnalzen durch die Reuse. Eine Dreierquote von über 60% sieht man nicht alle Tage. Dazu sind auch die 10 Assists von Popovic ein herausragender Wert und belegen die Klasse des Gegners. Mit den fünften Fouls von Stevic und Baynes schwanden die Möglichkeiten der Baskets die Gäste noch einmal unter Druck zu setzen. Am Ende fiel die Niederlage zu hoch aus.

Predrag Krunic zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines Teams. Insbesondere kämpferisch gefielen ihm seine Mannen. Schlechte Entscheidungen und die Treffsicherheit der Gäste verhinderten ein besseres Resultat. Besondere Erwähnung fand die Unterstützung durch die Fans, die der Mannschaft nach dem Hagen-Debakel gut getan habe.

Die Baustellen der Baskets wurden auch in dieser Partie deutlich. Insbesondere auf der Aufbauposition ist die Lösung noch nicht gefunden. Auch Campbell konnte in dieser Rolle nicht uneingeschränkt gefallen, ist aber derzeit sicher die erste Option. Und Steven Smith parkt mittlerweile statt an der Drierlinie fast nur noch auf der Bank. Richtig spannend also, was das Trainerteam an Aufgaben vor sich hat. Möglichst viele gilt es bis zum nächsten Spiel in einer Woche in Le Mans zu erfüllen.

Bild: fotoduda.de

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