Hain gibt Baskets den Impuls zur Wende

3 Kommentare

baskets-frankfurt-090216

Die Baskets bewiesen bei ihrem 66:58- Sieg gegen die Deutsche Bank SKYLINERS Frankfurt einmal mehr ihre Klasse und die doch tiefe Bank. Nicht die üblichen Verdächtigen drückten der Partie ihren Stempel auf, sondern Jungspunde und fast Vergessene.Die Frankfurter kämpfen derzeit um den vierten Tabellenplatz, der Ihnen in der ersten Runde der Play-Offs das Heimrecht bringen würde. Für die Baskets geht es mittlerweile darum, man mag es kaum glauben, den Platz ganz oben in der Tabelle zu verteidigen. Eine dementsprechend umkämpfte und intensive Partie wurde erwartet und auch geboten.

Die Baskets starteten zunächst konzentriert in die Partie. Verteidigung und Offensive wirketn sehr dispzipliniert und engagiert. Diese Aufmerksamkeit bescherte den Baskets eine erste, leichte Führung. Mit dem Ende des ersten Viertels war diese beim Stand von 16:16 aber schon wieder dahin. Dazu kam, dass Rickey Paulding nach einem zweifelhaften Pfiff sein drittes Foul kassierte und seine Kräfte erst einmal für später sparen durfte.

Die Tendenz hin zu den Frankfurtern setzte sich fort und die Baskets sahen sich im zweiten Viertel immer weiter hinten. Perkovic war inzwischen auf dem Feld, hätte es aber besser nie betreten. Er stand in diesem Spiel leider völlig neben sich und wurde von Allen oder Gordon häufiger vernascht.  Sonst kann er sich immer noch in eine Partie kämpfen, heute gelang es ihm nicht. Das Resultat: Ein 31:38-Rückstand zur Halbzeit, der sich natürlich nicht an einer Person festmachen lässt.

Mit Erstaunen stellten die offiziell 3072 Zuschauer (ich glaube, es waren bestimmt 3100 ;-) ) zu Beginn der zweiten Halbzeit fest, dass einer auf dem Feld stand, den man da zu diesem Zeitpunkt da nicht vermutet hatte: Daniel Hain. Der Mann mit dem Spezialauftrag “Raub dem Gegner die Nerven und zieh ein paar Fouls” wurde dem Neuzugang Jonathan Wallace als Ersatz für den angeschlagenen Jason Gardner vorgezogen und war entscheidend dafür verantwortlich, dass die Baskets sich über eine intensive Verteidigung zurück ins Spiel brachten. Einzig ein erfolgreicher Dreier blieb ihm verwährt. Als Hain unter tosendem Applaus vom Feld ging hatten die Baskets die Führung beim Stand von 41:40  zurückgeholt und er sich die Erwähnung in der Überschrift dieses Artikels redlich verdient.

Ein paar Dutzend Steine fielen in dieser Partie wahrscheinlich auch Miladin Pekovic vom Herzen, der zuletzt oft untergetaucht war, heute aber seine Qualitäten als Dreierspezialist wieder erfolgreich einbringen konnte. Bei den Baskets lief es jetzt. Je’Kel Foster war überall, verteilte insgesamt sieben Assists. Boumtje-Boumtje reboundete (insgesamt 13 mal) und steckte dem ebenfalls starken Milan Majstorovic (16 Punkte, 3 Blocks) unter dem Korb den ein oder anderen Ball zu.

Eine 10-Punkte-Führung nach einem Wahnsinns-Dreier von Paulding sechs Minuten vor dem Ende zwang Gäste-Coach Murat Didin zu einer Auszeit und einem dreifachen Spielerwechsel – entscheidend ranarbeiten konnten sich die Gäste, deren Wille auch ein wenig gebrochen schien, nicht mehr. Der neunte Sieg in Serie für die Basketballer aus Oldenburg war unter Dach und Fach.

Der Verlauf des Spiels lässt sich an dem Auftreten von Ruben Boumtje-Boumtje festmachen: er begann gut, konnte dann den ein oder anderen Ball nicht festhalten und wurde im zweiten Viertel durch Marko Scekic ersetzt.  Später kam er wieder und lieferte eine insgesamt starke Partie. Das Auftreten von Daniel Hain und Miladin Pekovic freut und macht zuversichtlich für die nahenden Play-Offs. Nicht nur diese zwei belegen, dass die Baskets eben doch tiefer besetzt sind als die Liga meint.

Foto: fotoduda.de

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading ... Loading ...
  1. Vielen Dank für diesen sehr guten und treffenden Bericht, der sich besonders gut von der offiziellen Berichterstattung abhebt.

    Allerdings wird auch hier von einem “angeschlagenen” JG gesprochen. Wissen denn wenigstens die Berichterstatter, was sich dahinter verbirgt und was der Unterschied zu den Begriffen “krank” und “verletzt” ist?

  2. Danke für das Lob!

    “Angeschlagen” bedeutet, dass ein Spieler wohl spielen kann, ihn ein kleines Wehwechen aber eventuell ein wenig handicapt. Z.B. eine zwickende Wade. Und wenn die Drachen erfahren wo es Jason zwickt, dann machen wir es Ihnen doch zu einfach ;-)

  3. die verletzung ist wahrscheinlich noch aus dem Düsseldorf-Spiel. Er hat sich etwas mit der Rippe oder Leiste getan. Aber er kommt schon wieder zurück. Keine frage.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Oldenburger Sportblog - Meinungen zu VfB Oldenburg, EWE Baskets, VfL Oldenburg, BTB Royals und anderen » Blog Archive » Baskets verlieren ohne Bank in der Bankstadt - [...] in dieser Phase auf dem Parkett. Im ersten Spiel sah es ähnlich aus. Und dabei konnte man nach dem …

Einen Kommentar schreiben