EWE Baskets werfen viele Fragen auf

6 Kommentare

mvp_gardner

Es gibt so Momente, da hat man viele Fragen aber keine Antworten. Nach dem 60:77 der EWE Baskets Oldenburg gegen MEG Göttingen stellen sich viele Fragen. Die Antwort aber sind rar…

Doch von Beginn an. Vor dem heutigen Spiel wurde Jason Gardner, der zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt wurde, ebenso mit einem Blumenstrauß beglückwünscht wie Gäste-Coach John Patrick, dem die Ehre des besten Trainers dieser Saison zuteil wurde. Anschließend verteilten die EWE Baskets Oldenburg auch im Spiel weiter fleißig Geschenke.

Das Spiel begann schon gleich wenig verheißungsvoll. Schnell lag man hinten und böse Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach. Einzig Jasmin Perkovic konnte und wollte dagegenhalten. Der Rest blieb blaß. Auffällig über fast die gesamte Partie: Das vielgelobte Teamspiel der Baskets war kaum zu sehen. Das einzige Mittel waren direkte Blöcke auf Jason Gardner, der nie klare Anspielstationen hatte und ziemlich allein gelassen wurde.

Mit der Hereinnahme von Scekic und Pekovic wendete sich das Blatt im zweiten Viertel. Die Baskets verlegten sich auf Distanzwürfe, trafen diese vor allem in Gestalt von Rickey Paulding und konnten das Spiel zu ihren Gunsten kippen. Das zweite Viertel wurde mit 21:10 gewonnen so dass es mit einer 35:31-Führung in die Kabine ging. Hatte das Team sich womöglich aus dem Tief der letzten Spiele herausgearbeitet?

Leider nicht, wie die zweite Halbzeit zeigen sollte. Die Göttinger, die ständig und überall  noch eine Hand am Ball oder im Passweg hatten und es scheinbar schaffen einen Gegenspieler mit drei Mann zu decken ohne dass ein andere frei wäre, zogen langsam aber sicher davon. Mit 54:58 führten die Gäste dann zu Beginn der letzten 10 Minuten zwar noch moderat, dass die Baskets aber in immer ärgere Probleme gerieten deutete sich bereits an.

Sechs Minuten vor dem Ende waren es dann erstmals 10 Punkte Rückstand für die Baskets. Zwar konnten die Donnervögel dann nochmal auf fünf Punkte herankommen, mit dem Dreier von Kulawick zum 59:70 war die Partie dann aber entschieden, obwohl noch fast drei Minuten zu spielen war. Die Baskets verzettelten sich nun in wilde Einzelaktionen wie man sie aus früheren Spielzeiten kennt. Ein Blick auf die Trainerbank beruhigte mich dann aber: Don Beck ist nicht wieder da, Krunic ist weiterhin Trainer…

Am Ende bleiben viele Fragen: Wer hatte heute den größeren Anteil an der Niederlage: der Gegner oder die Baskets selbst? Welche Rolle spielen die rätselhaften Verletzungen von Gardner, Perkovic und Majstorovic? Oder steckt hinter dem Ganzen gar ein großer Masterplan nach dem Motto: Wir sparen jetzt unsere Kräfte, spielen als ausgeruhter Dritter dann erst einmal gegen Ulm oder Frankfurt statt gegen Bamberg…. Das Team wird die Antworten spätestens in den Playoffs auf dem Parkett geben.

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading ... Loading ...
  1. Göttingen hatte heute zu Recht gewonnen. Leider muss man das als Baskets-Fan ja sagen. Das Team von Trainer Patrick war wesentlich aktiver als die Donnervögel. Habe zwar das Scoring nicht vor mit, aber das Rebounding der Baskets war desolat, oder? Dagegen war das der Göttinger überragend.

    Das Team wirkte müde. Hoffen wir auch positive Ergebnisse bei den verbleibenden Spielen. Drücken die Daumen!

  2. ich glaube fest daran das die manschaft momentan mit angezogener handbremse spielt!
    wen interessiert platz 1! die playoffs sind entscheident!

  3. @Phillip: Ach, 17 Offensivrebounds für den Gegner gehen doch. Ist nur einer in zwei Minuten ;-) Ich glaube auch, dass wir wieder in die Spur finden.

  4. @Tim: Ist aber auch gefährlich. Vielleicht geht durch die angezogene Handbremse ja der Reifen kaputt… Ich glaube auch, dass wir in den Playoffs wieder voll da sind

  5. donnervogel sagt:

    Euern Optimismus möchte ich haben. Ich möchte eigentlich lieber gegen Ulm als gegen FFM oder Bamberg spielen. Etwas vercoacht hat Krunic gestern aber auch. Warum Hain und Wallace keine Spielzeit gegen die schnellen Göttinger bekamen, wird sein Geheimnis bleiben und warum wir dreimal hintereinander Boris S. aus H. ertragen mussten, muss ich auch wohl nicht verstehen.

  6. ich habs gesagt. krunic ist ein fuchs. FINAALLEEEE!!!!!

Einen Kommentar schreiben