EWE Baskets Oldenburg: Saisonstart-Fazit

2 Kommentare

logo-ewe-baskets-oldenburg-basketballNach den ersten fünf Ligaspielen und der gelungenen Europapokalpremiere ist es an der Zeit eine Bilanz des Saisonstarts der EWE Baskets Oldenburg zu ziehen. 

Der Saisonauftakt ist  als gelungen zu verbuchen. Das Team macht in der Art und Weise weiter, wie es bereits die gesamte letzte Saison bestritten hat (Gut, die letzten Spiele der Hauptrunde einmal ausgenommen). Die Mannen von Predrag Krunic gewinnen einfach Spiel um Spiel und selbst wenn mal eine Niederlage dazwischenkommt wirft sie das nicht aus der Bahn.

Hain ist Gewinner der ersten Spiele

Apropos aus der Bahn werfen. Die Verletzung von Jason Gardner scheint die Oldenburger Korbjäger zumindest derzeit nicht zu beeinflussen. Sein formaler Vertreter Daniel Hain ist defensiv wohl doch nicht ganz so stark ist wie er gemacht wurde, zumindest ließ er sich in Bremerhaven mehrfach im Halbfeld überlaufen. Doch neben seinem soliden Ballvortrag mit anschließender Betätigung als Passstation und seiner ansonsten ja immer engagierten Verteidigung scheint er noch mehr zu bieten zu haben. So traut er sich immer mehr auch den Zug zum Korb zu. Für ihn werden es wichtige Wochen seiner Karriere. Er wird sich enorm weiterentwickeln können. Ich bin mal gespannt wie weit das sicherlich weiter gewachsene Vertrauen von Krunic reicht und wie es mit den Minuten und der Leistung in der Euroleague für “Däniel Häin”, wie ihn der Bremerhavener Hallensprecher englisch aussprach, aussieht.

Unberechenbar

Was in den ersten Partien auffällt ist die Wechselhaftigkeit bei den herausragenden Spielern in einer Partie. Die waren zuletzt nämlich z.B. Marco Scekic und Jasmin Perkovic und nicht immer nur die üblichen Verdächtigen auf den kleinen Positionen. Das macht die Baskets unberechenbar, weil auch ein Rickey Paulding sich Spiele mit weit unter zehn Punkten leisten kann, die Mannschaft aber trotzdem gewinnt.

Eiskalt

Was es wirklich bedeutet eiskalt zu sein haben die Baskets nicht erst in Bremerhaven bei den Eisbären gezeigt. Da ließen sich die Hünen von der Hunte nicht von einem läppischen Rückstand und aufkommender Stimmung aus der Ruhe bringen. Da werden eben ein paar Dreier extra eingestreut und das Spiel im letzten Viertel entschieden. Oder vielmehr noch in Berlin: Klar unterlegen, meilenweit weg, spult man sein Programm ab und hat am Ende gar die Chance zum Sieg. Oder der holprige Saisonauftakt gegen Bamberg. Die lange Zeit über 10 Punkte Rückstand konnten den Kommentator nur zur letztlich zutreffenden Halbzeitanalyse hinreißen: “Die Baskets werden im zweiten Durchgang wieder treffen und zurückkommen, das ist sicher” Was dann auch so geschah. Von dem coolen Debüt in der Euroleague will ich gar nicht reden, der ist ja einen eigenen Artikel wert. Die Mannschaft weiß eben um ihre Stärke, vetraut auf diese und genau das macht sie noch stärker.

Upgrade

Als eindeutiges “Upgrade” zu seinem Vorgänger Miladin Pekovic stellte sich in den ersten Spielen bereits Josh Carter heraus. Der junge US-amerikanisch Rookie scheint bereits gut in Oldenburg angekommen. Was nicht selbstverständlich ist, ambitionierte Bundesligisten scheuen eher die Anwerbung  junger Collegeabsolventen. Mit seinen bereits nachgewiesenen Fähigkeiten von jenseits der Dreierlinie hat Carter jedoch schon seine Tauglichkeit für den Oldenburger Backcourt unter Beweis gestellt. Er ist dabei dynamischer als sein Vorgänger, braucht nicht den völllig freien Wurf, sowie der bessere Verteidiger. Von ihm ist noch mehr zu erwarten.

Potential

Sicherlich ist in dieser Saison von der Stabilität der Leistung innerhalb eines Spiels noch Potential nach oben. In einigen Spielen hatte das Team auch schwächere Phasen durchzustehen, die zu Saisonbeginn auch dem Meister der Kontinuität zustehen. Bereits der morgige Auftritt gegen Mailand wird solche Phasen nicht verzeihen. Ich bin mir sicher, dass die Baskets ihre Anhänger und Basketball-Deutschland auch in diesem Jahr trotz der tollen letzten Saison erneut verblüffen werden. Der Weg zur Deutschen Meisterschaft wird jedenfalls nur über die EWE Baskets Oldenburg führen.

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  1. donnervogel sagt:

    Selbst im Spiel gegen Mailand war man mehr als auf Augenhöhe. Hätte man am WE zuvor nicht 2 Mal ran müssen, wären am Ende die Kräfte vielleicht ausreichend gewesen.

    Dieses Spiel hat viel Spass gemacht.

  2. gegen real will ich aber mal eine volle halle sehen…

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