Euroleague, Erwartungen und Emotionen

1 Kommentar

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Nachdem der Gewinn der Deutschen Meisterschaft für die EWE Baskets Oldenburg nun schon ein paar Tage her ist wird langsam klar, was erreicht wurde. Baskets-Pressesprecher Torben Rosenbohm sprach mit dem Oldenburger Sportblog über die derzeitige Befindlichkeit und kommende Aufgaben.

Baskets-Coach Krunic, Managerin Regina Kulms und Team-Assistent Meyer weilten heute in Barcelona um die Euroleague-Auslosung zu beobachten. Dabei wurden sie Augenzeuge als den Baskets die Gegner für die Euroleague-Gruppenphase zugelost wurden. Mit Panathinaikos Athen, Real Madrid, Armani Jeans Mailand , Asseco Prokom Sopot und Khimki Moskau treffen die Oldenburger auf einen Querschnitt des europäischen (Top-) Basketballs.

Die Baskets stoßen damit sportlich und organisatorisch in völlig neue Sphären vor. Alleine der 400-seitige Auflagenkatalog der Euroleague, der Position der Duschköpfe und weitere wichtige und vermeintlich unwichtige Details vorschreibt, belegt, dass sich die Baskets auf der nächsten Stufe befinden.

Torben Rosenbohm, Pressesprecher der EWE Baskets, sprach im Interview mit dem Oldenburger Sportblog über die derzeit intensive Zeit bei den Baskets und die kommenden Aufgaben:

Die Baskets sind gerade überraschend Meister geworden und nun steht fest, dass es in der Euroleague gegen illustre Gegner, unter anderem aus Athen, Mailand und Madrid, gehen wird. Ein paar erste Wort zu den Gegnern und der Herausforderung Euroleague?


Rosenbohm:
Mannschaften wie Panathinaikos und Real standen auf unserer internen Wunschliste an vorderster Position. Sicherlich müssen wir uns bei diesen Teams keinen übertriebenen sportlichen Illusionen hingeben, aber diese großartigen Clubs werden uns helfen, das Thema Euroleague in Oldenburg optimal zu platzieren. Welcher Basketball-Fan träumt nicht von diesen Gegnern? Die Euroleague wird aber auch für alle Beteiligten abseits des Parketts eine ganz neue Herausforderung. Dass dieser Wettbewerb auf deutlich mehr Interesse stoßen wird als die EuroChallenge, dürfte allerdings klar sein.

Mir erscheinen Meisterschaft und Euroleague-Teilnahme noch ein wenig unwirklich. Wie ist die Stimmung in der Geschäftsstelle? Zwickt ihr euch den ganzen Tag?

Rosenbohm: Die Meisterschaft an sich fühlte sich definitiv wie ein Traum an. Wir steckten in der heißen Phase leider so voller Arbeit, dass der Genuss erst mit Verspätung einsetzte. Alleine die entscheidenden Minuten des Finales waren bizarr, denn dem kurzen Jubel am Rand folgte bei mir beispielsweise sofort ein heißer Tanz auf dem Parkett, um die Fotografen davon abzuhalten, die Siegerehrung zu behindern. Hat aber ja alles blendend geklappt. Das Thema Euroleague ist in der Tat noch etwas unwirklich, aber spätestens bei 5000 Kartenwünschen griechischer Fans wird das ganz schnell real.

Auch wenn das Arbeiten für die Baskets derzeit sicherlich so viel Spaß macht wie nie habt ihr euch jetzt alle Urlaub verdient. Wie werden dann die nächsten Schritte in der Saisonvorbereitung aussehen?

Rosenbohm: Bereits im Urlaub wird es sich nicht vermeiden lassen, in Gedanken auch schon bei der Planung zu sein. Die Spieler kommen gegen Ende August ja schon wieder, und da müssen viele, viele Dinge vor dem Abflug ins Trainingslager geklärt werden. Auch die internationalen Spiele wollen gut vorbereitet sein: Für die Euroleague müssen wir ja die Halle schon vorab einmal so aufbauen, dass ein Vertreter des Verbandes alles in Augenschein nehmen kann. Das Sprichwort nach der Saison ist vor der Saison trifft in diesem Jahr absolut zu, im Grunde geht es ohne Pause immer weiter.

Wie man hört wird der Etat weiter aufgestockt und die Baskets werden sich in dieser Hinsicht fast direkt hinter Berlin einordnen. Die Erwartungshaltung in der kommenden Saison wird daraufhin und aufgrund der diesjährigen Erfolge sicher eine andere sein als dieses Jahr. Gibt es schon Ziele für die kommende Saison?

Rosenbohm: Über den Etat gibt es immer viele Gerüchte. Man darf nie vergessen, was da miteinander verglichen wird. Meint man den Gesamtetat oder nur das Budget für Spieler? Stimmen die Angaben bei Clubs, die offen darüber sprechen, oder stimmen sie nicht? Wir werden natürlich versuchen, uns in unseren Möglichkeiten zu verbessern.

Bei den Zielen bleiben wir realistisch; viele Beispiele in der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass weder Etat noch Vorjahresplatzierung über eine Playoff-Teilnahme entscheiden, sondern einzig und alleine die Leistungen auf dem Parkett. Die Bundesliga wird nicht schwächer, daher werden wir auch 2009/2010 mit dem Ziel in die Saison gehen, erneut an den Playoffs teilzunehmen. Europäisch wird es für uns darum gehen, die Bundesliga sowohl sportlich, als auch organisatorisch angemessen zu repräsentieren. Berlin hat dort in der Vorsaison beeindruckende Arbeit abgeliefert.

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  1. donnervogel sagt:

    Schön, immer mal wieder zu hören, was hinter den Kulissen gemacht, gedacht und geplant wird.Twitter ist da auch ganz nett.
    Als Fan dieses geilsten Sportes aller Sportarten, kneife ich mich pausenlos. Meister? echt wahr! Euroleague ? OK!
    Mailand Real Madrid, Panatiaikos Athen?….. geil, geiler am Geilsten.

    Was kommt als nächstes. Am Besten das hier: Die Starting 5 der Saison 08/09 ist auch die S5 der Saison 09/10 inkl. Milan Majstorovic.

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