Etat der EWE Baskets Oldenburg

6 Kommentare

logo-ewe-baskets-oldenburg-basketballUm Geld wird in der Regel ein großes Geheimnis gemacht. Gerade bei denen, die es haben. Die EWE Baskets hielten das lange genauso. Erstmals mit der Meisterschaft kamen jetzt konkrete Zaheln auf den Tisch. Ein Blick auf den aktuellen Etat und die (mutmaßliche) Entwicklung in den letzten Jahren.Gut dabei

Vor etwa 3 Jahren wurden die Baskets in den inoffiziellen Etattabellen mit einem Betrag von knapp unter drei Millionen Euro geführt. Das reichte seinerzeit zu einem Platz in der Spitzengruppe der Bundesliga, mit weitem Abstand hinter den Krösussen aus Bamberg und Berlin. Bei diesen wurden schon damals Summen von 5 Millionen Euro (Bamberg) und 7,5 Millionen Euro (Berlin) vermutet. Auf Augenhöhe mit den Baskets befanden sich derzeit mehrere Teams. Zum Ende der Ära Beck dann klaffte aber zwischen Etat-Anspruch und Tabellen-Wirklichkeit ein großes Loch. Krunic ersetzte (überfällig) Don Beck.

Etatsprung und Trainerwechsel

Ungefähr zu dieser Zeit muss der Etat dann noch einmal kräftig angezogen worden sein oder die Spekulationen waren damals schon zu tief angesetzt. Im Juni 2009 jedenfalls spekulierte die Webseite in-the-game.org über die Etats der Bundesligisten und ging auf eben diese Thematik ein. Hier wurde ein Etat von 3,5 – 4 Millionen Euro vermutet. Das Fachmagazin “Sponsors” taxierte die Baskets bei 3,6 Millionen Euro. Ebenso wurde in dem Artikel vermutet, dass sogar ein noch größerer Etat vorhanden sein könnte (“Gerüchten zufolge lacht der Markt höflich bei diesen angeblich viel zu niedrigen Zahlen”).

Mit 5 Millionen Euro zur Meisterschaft

Nach der jetzt errungenen Meisterschaft wurde der Etat laut Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller noch einmal um 30% aufgestockt. Und er nennt (vermutlich im Meisterrausch ;-) ) endlich auch eine Zahl: 5 Millionen Euro betrug demnach der Etat in der vergangenen Saison. Plus 30% macht das knackige 6,5 Millionen Euro. Die EWE geht den Weg der Baskets also voll mit. Was man so an Problemen aus Bamberg hört dürfte man diese wahrscheinlich überholt und zu ALBA aufgeschlossen haben.

Wie man weiter glaubhaft aus Kreisen der Baskets hört wird ein großer Teil schon durch die Euroleague aufgefressen werden. Was vielleicht noch übrig bleibt werden die weiterverpflichteten Spieler als verdiente Gehaltserhöhung für sich beansprucht haben. Für ein Kader-Update blieb da nicht mehr viel, zumindest nicht für einen deutschen Rotationsspieler. Josh Carter dürfte kaum mehr als Pekovic bekommen, bzw. könnten diese Mehrkosten durch den Wechsel Wallace – Njei wettgemacht werden. Zusätzlich, so Baskets-Pressesprecher Rosenbohm, müssse man bei den genannten Zahlen berücksichtigen, ob es sich um den Gesamt- oder Spieleretat handele.

Top-Etat dank EWE

Doch auch in Anbetracht dieser Tatsache ist klar, dass die Baskets schon lange keine graue Maus mehr sind. Klar kam die Meisterschaft überraschend, als großen Außenseiter brauchte man sich aber auch in der letzten Saison nicht zu sehen. Doch was kann jetzt noch kommen? Sicher tragen die kleineren und mittleren Sponsoren einen guten Teil des Etats. Den Bärenanteil wird aber vor allem die EWE tragen. Eine weitere gravierende Erhöhung nach oben kann meiner Meinung nach nur durch die EWE forciert werden. Daran glaube ich nicht wirklich, schließlich reicht es ja auch so zur Meisterschaft. Aber wer weiß, für positive Überraschungen waren die Baskets ja schon immer gut.

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  1. Guter Artikel.
    Aber: Auf sport1.de wird Schüller nicht in Bezug auf die 5Millionen zitiert, sondern dahingehend, dass der Etat um 30% erhöht wird.
    Ich denke die Zahl 5 Millionen könnte auch aus einer anderen oder gar keinen Quelle stammen.

  2. Mann kann natürlich vortrefflich streiten. Hier nochmal der entscheidende Satz: “Ihren bisherigen Etat von rund 5 Millionen Euro, so Schüller, werden die Oldenburger “um etwa 30 Prozent aufstocken”.” Bei dem Satzbau dürfte auch der erste Satzbestandteil erfasst sein. Zudem gab es in der Folge kein Dementi.

  3. @Paul: Interessant. Habe ich so nicht gelesen.
    @gruebler: So hab ichs gelesen.

    Ein Dementi oder nicht Dementi würde uns da jetzt wirklich einige Klarheit geben ;-)

  4. Aussage auf der PK von heute: “Der Etat liegt zwischen 5 und 6 Millionen bei einer Steigerung von 20 bis 25 Prozent.” Bzgl. der Vergleichbarkeit bleibt es bei den schon immer wieder genannten Dingen: Sprechen andere Clubs von Spieler- oder Gesametat? Wieviel Offenheit herrscht tatsächlich bei der Veröffentlichung dieser Zahlen? Mögen die Spiele beginnen ;-).

  5. @Torben: Vielen Dank! Mit dieser Außenkommunikation gehen die Baskets bei einem weiteren Thema beispielhaft vorneweg. Das Thema “Vergleichbarkeit der Zahlen” würde mich auch interessieren… so ganz lässt sich in der BBL niemand in die Karten schauen. Beim Fußball sind die Zahlen hingegen sehr genau bekannt.

  6. Das ist schon ne ganze Menge Geld finde ich.
    aber mit Vergleichbarkeit der zahlen interessiert einen dann doch schon…

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