Ein Fußballlehrer in Oldenburg

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VfB Oldenburg Fußball

Nach fünf Jahren, die niemals langweilig waren, hat sich der VfB Oldenburg von seinem langjährigen Trainer Joe Zinnbauer getrennt. Letzlich war der Druck der Sponsoren wohl zu groß. Mit Torsten Fröhling wurde nun ein Nachfolger gefunden, der durchaus geignet scheint den VfB dauerhaft aus der fünften Liga zu führen.

Fröhling, ehemaliger Profi, besitzt die A-Lizenz und sticht in diesem Punkt Zinnbauer klar aus, der lediglich die C-Lizenz besaß. Zwar sagen Lizenzen grundsätzlich nicht zwingend etwas über die Fähigkeiten eines Trainers aus, aber einen richtigen Fußballlehrer in Oldenburg zu haben ist angesichts der zahlreichen jungen Spieler sicherlich angebracht. Man darf erwarten, dass sich die Spielweise des VfB verändern wird, der neue Trainer eigene Vorstellungen mitbringt.

Nach dem Interview mit VfB-TV ist Fröhling als ruhiger, sachlicher Typ einzuschätzen. Seine Vorliebe für Traditionsklubs spricht dazu für eine Menge Herz. Schwierig ist auch immer das Oldenburger-Stimmungs-Auf-und-ab. Zwischen “Wir sind durch” und “Raus mit der ganzen Mannschaft” liegt in Oldenburg gerne nur eine Woche, oft sogar nur ein paar Spielminuten. Diese Tatsache ließ Zinnbauer zuletzt des Öfteren murren,  Fröhling dürfte dies noch nicht kennen, ist aber gewarnt und wirkt, als könnte ihn das nicht sonderlich beeindrucken. Ruhig bleiben Herr Fröhling, Oldenburger-Mecker-Opas sind hartnäckig!

Die nennenswerten Stationen von Fröhling als Trainer waren Altona 93 und zuletzt die U23 von Holstein Kiel. Bei beiden Teams bot er offensiven Fußball, sehr gerne im 4-3-3-System oder im 4-4-2 mit der berühmten Raute. Ein Ansatz, der in Oldenburg schon immer Freunde fand. Dass er damit auch Erfolg hat konnte er bereits unter Beweis stellen. 80 Tore mit Altona (darunter zwei Siege gegen den VfB) und über 100 Tore mit Holstein Kiel sagen alles. In Kiel gab es nicht wenige stimmen die in ihm den neuen Trainer der ersten Mannschaft gesehen haben.

Torsten Fröhling ist viel Glück in Oldenburg zu wünschen. Das braucht man und das war Zinnbauer nicht immer hold. Den Oldenburgern und dem VfB ist zu wünschen, dass man auch im Falle eines holprigen Beginns weiter an ihm festhält. Dass dies auch bei hohen Zielen gewinnbringend sein kann wird im benachbarten Bremen in jeder Krise gezeigt und diese Saison noch beeindruckender in München. Dass hier jetzt schon Krise gedacht wird mag komisch wirken und schon den ersten “Druck” aufbauen. Aber besser Herr Fröhling weiß wo er gelandet ist: In einem Verein, in dem es nie langweilig wird. Willkommen!

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