Die Problemzonen der Frau, äääh EWE Baskets Oldenburg

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Nach den vier Siegen der EWE Baskets zu Saisonbeginn konnte man sich schon die Augen reiben. So einen erfolgreichen Start hatten die Wenigsten erwartet. Allenfalls die Tatsache, dass die Baskets in jeder Partie zunächst zurücklagen fiel den Beobachtern ins Auge. Der Grundtenor ansonsten: Das Zusammenwirken wird immer besser.Nach dem desaströsen Heimspiel gegen Tübingen wurden einige Defizite so offensichtlich, dass sie bis heute in der Wahrnehmung nachhallen. Obwohl meine persönliche Neues-Team-Schonzeit bis in den Dezember hineinreicht sollten einige Punkte hier doch einmal genannt werden.

Verwaiste Zone

Krunic Teams sind generell nicht gerade dafür bekannt, dass das Spiel über die Center ein zentrales Element der Taktik wäre. Bei den Baskets fällt in dieser Saison aber auf, dass die Zone offensiv oftmals geradezu verwaist ist. Die Offensivreboundstatistiken sind zwar ganz ordentlich, aber dies hängt an den in diesen Phasen handelnden Personen. Zu einzelnen Spielern will ich an andere Stelle kommen, aber meist tummelt sich nur ein Baskets-Spieler unter dem Korb.

Gegnerische Zone

Schwierigkeiten haben die Baskets bisher dann, wenn der Gegner eine Zone spielt. Ich hoffe ich verrate damit jetzt nicht zu viel. Trotz der weiter entfernten Dreierlinie und den damit verbundenen längeren Laufwegen für die Verteidiger schaffen es die Baskets oftmals nicht so recht einen freien Wurf zu kreiren.  Gegen eine Zone lässt man den Ball laufen, gerne um die Zone rum. Das machen die Baskets gut. Wenn aber vier Spieler an der Dreierlinie lauern, dazu ohne Bewegung, dann ist es für die Verteidigung leicht. Zumal das Mittel des Centeranspiels nicht genutzt werden kann. Der sollte nämlich ordentlich untergwegs sein und die Bälle durch die Nahtstellen der Zone bekommen.

3er Zone

27,9 % der Dreier treffen die Baskets in dieser Saison. Dies liegt eher weniger an der neuen Dreierlinie oder daran, dass man nicht die Spieler dazu hätte. Die EWE Baskets Oldenburg spielen einfach zu wenig freie Dreier heraus. Die Systeme werden nicht effektiv gelaufen, dazu kommt die im letzten Abschnitt genannte Verteidgungsproblematik.

Eigene Verteidigungs-Zone

Obwohl Chris McNaghton auch hier noch verbesserungspotential ausgemacht hat ist die Verteidigung schon sehr gut. Sehr präsent, aggressiv und flink. Manchmal wird noch zu sehr auf die Ballseite verschoben und die andere freigelassen, oder zu viel ausgeholfen u.ä. Insgesamt ist das aber schon sehr gut.

Mauerfall

Die Lösung für alle Probleme mit den Zonen? Der Mauerfall! Die angesprochenen Punkte hängen alle zusammen. Wenn alle Spieler ihre Rolle gefunden haben bzw. annehmen, dann wird sich alles auf einmal lösen. In einem Team mit vielen Häuptlingen muss sich der ein oder andere damit anfreunden, dass er eine andere Rolle spielen muss, als er sich vielleicht vorgestellt hat. Das individuelle Potential ist riesig, doch scheinen die Stärken des Einzelnen momentan etwas verschütt zu geraten. Ich bin zuversichtlich, dass sich das bald ändern wird und wir eine lange Saison erleben werden.

Bild: fotoduda.de

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