Die Entscheidung naht

5 Kommentare

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Nur noch wenige Stunden sind es bis zum Letzten der maximal möglichen fünf Finalspiele um die Deutsche Basketball-Meisterschaft. Heute abend stehen sich die EWE Baskets Oldenburg und die Telekom Baskets Bonn in der Huntestadt gegenüber und ringen um den Titel.

Verrückte Serie – Verrückte Oldenburger

Wer die Serie als offen bezeichnet hat sollte recht behalten. Doch dass bislang kein Team eines seiner Heimspiele gewinnt – ich hatte auf das klare Gegenteil gesetzt. Die Serie ist schon deshalb verrückt.

Verrückt sind derzeit auch alle Oldenburger. Selbst wer dir nicht erklären kann, welche Bewandnis es denn mit diesen komischen Halbkreisen auf dem Spielfeld hat stand heute morgen um 10 Uhr an einer Vorverkaufsstelle in Oldenburg. Da diese Idee aber Menschen in ganz Deutschland hatten waren die wahrscheinlich eher mäßig vielen verfügbaren Tickets binnen Minuten vergriffen. Nicht wenige standen schon in der Nacht vor den Vorverkaufsstellen und doch konnten an jeder weniger als eine Handvoll beglückt werden. Viele wirklich Interessierte stehen nun ohne Karten da. Auch emsige Blogschreiber gingen leer aus, munkelt man.Zum Trost gibt es ein Public Viewing in der Weser-Ems-Halle . Also doch Live-Feeling für die leer Ausgegangenen. Hierfür ein dickes Lob an die, die das ermöglichen.

Die knapp über 3000 Zuschauer in der EWE Arena werden ein Basketballspiel sehen, dessen Ausgang sich nicht vorhersagen lässt. Der Heimnachteil in dieser Serie ist bemerkenswert, doch die Oldenburger hoffen auf ein ähnliches Ende wie es 2003/2004 für Frankfurt gab: Die holten im letzten Spiel den einzigen Heimsieg im Vergleich mit Bamberg und gleichzeitig die Basketball-Krone.

Der Kopf spielt mit

Die Psyche spielt in dieser Finalrunde eine große Rolle. War es bei Oldenburg vielleicht eher das zu schnell aufkommende Gefühl den Gegner im Sack zu haben, so war Bonn zumindest im vierten Spiel für Trainer Mike Koch “mental nie voll da”. Dabei waren es zuvor in dieser Serie die Bonner, die immer wieder zurückkamen, auch wenn sie mit über 10 Punkten hinten lagen. Wobei man auch sagen muss, dass die Oldenburger fast über die gesamte Spieldauer in jeder Partie geführt haben (um zumindest zuhause am Ende doch zu verlieren.)

Auf den Gegner eingestellt

Die Lehren für beide Seiten aus den bisherigen Vergleichen werden die Coaches schon gezogen haben und waren teilweise schon sichtbar. Bonn versucht die großen Drei der Oldenburger in Foulprobleme zu bringen und die Dreier zu verhindern. Ersteres klappt recht gut, konnte aber bisher nicht immer umgemünzt werden. Letzteres ist fast unmöglich, weil Foster, Gardner oder Paulding für einen erfolgreichen Dreier nur eines brauchen: Den Ball. Wo, ist egal. Übrigens: Drei Punkte gibt es, wenn man den Ball von einer Position hinter diesem komischen Halbkreis in den Korb wirft.

Oldenburg hat versucht, die blockstarken Bonner auszuhebeln, indem man den einen Pass mehr spielt oder doch mal eine klassische Finte auspackt. Und die großen Spieler sind sichtlich bemüht sich die Fouls gut einzuteilen. In der Verteidigung scheint die Zone ein probates Mittel zu sein, zumal die Bonner dann zu überhasteten Einzelaktionen neigen, wenn es nicht rund läuft. Für mich sind die wichtigsten Bonner in dieser Serie übrigens nicht Rowland oder Bowman, sondern Strasser und vor allem Bowler.

Zuversicht statt Übermut

Als Oldenburger freue ich mich auf das Spiel und bin natürlich zuversichtlich. Jedoch pflege ich im Gegensatz zum “Finale” des VfB Oldenburg jetzt lieber Understatement. Die pure Zuversicht, die schnell in Übermut umschwenken kann hat den Fußballern geschadet, davon sollten wir die Baskets verschonen….

Wer es gar nicht mehr erwarten kann sollte sich hier für das fünfte Finale, dass Live im internet bei sportdigital.tv übertragen wird, einstimmen:

Süddeutsche Zeitung: Showdown in Oldenburg: Meister ohne Heimsieg?

Rundschau: Bonn – Der letzte Strohhalm

Video: We believe – Take your chance

Showdown in Oldenburg: Meister ohne Heimsieg?

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  1. ich kann auch nicht pennen:-)
    habe magenschmerzen und es geistern tausend gedanken im kopf rum!!!!!

  2. bin mega aufgedreht!
    kann nicht pennen..hilfeeeeeeeeeee

  3. donnervogel sagt:

    Ich bin stündlich augewacht und habe wirres Basketballzeug geträumt.

  4. @tim: So sah es auch bei mir aus. Jetzt brauche ich eine Menge Kaffee und werde heute abend bestimmt total aufgedreht sein… Ungesund, so eine Finalserie…

    @fuchs: Ui, um kurz vor 2 hab ich dann doch geschlummert. Wie viel Schlaf gabs denn noch?

    @donnervogel: Standst du in deinen Träumen auf dem Feld und wie ist es ausgegangen?

  5. donnervogel sagt:

    @der Lampe
    Andre, ich habe keine Ahnung. Es war einfach chaotisch

    Aber:

    Jetzt kann ich es sagen. Ich hatte zu Beginn der PLayoffs einen Tagtraum.(Mittagspause oder so) Jason Gardner hielt darin das Meisterbrett hoch.

    Es ist wahr geworden. Ich fass es aber irgendwie immer noch nicht.

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